Sanierung der Chemischen Altlast in Grenzach-Wyhlen durch die Firmen BASF und Roche.

In Grenzach-Wyhlen steht die Sanierung problematischer Chemiealtlasten auf einer Industriebrache an, wobei der eine Teil der Fläche von der Firma Roche, der andere von der BASF saniert wird. Die Firma Roche verfolgt mit der Ausräumung der Deponie Kesslergrube ein nachhaltiges Konzept zur  Sanierung der Chemiealtlasten in Grenzach. In direkter Nachbarschaft verfolgt BASF ein unterschiedliches Konzept, die sogenannte „Einkapselung“, bei dem die hochgiftige Chemiealtlast der Kesslergrube im Trinkwassereinzugsgebiet von Basel lediglich eingespundet wird. Dabei muss allfälliges eindringendes Grundwasser ständig abgepumpt werden. (Zieht sich die Firma ganz aus der Fläche zurück, wird das ständige Pumpen an der öffentlichen Hand hängen bleiben).  Der  BUND vor Ort wendet sich gegen diese „Billiglösung“ von BASF.  Gesetzlich sind offenbar sowohl Ausräumung als auch Sicherung „Einkapselung“ trotz wesentlicher Unterschiede im Aufwand wie auch in den Resultaten akzeptiert.

Das ist so nicht akzeptabel und erfordert politischen Druck auf den Gesetzgeber auch auf Bundes- und Landesebene. Der Fall ist symptomatisch für andere Altlastenfälle, denn am Hochrhein findet ein Strukturwandel statt,  in dessen Folge an vielen Standorten Altlasten aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu den 70-ern saniert werden müssen.

 

Die BUND hat sich mit anderen zum Thema Chemie-Altlasten vernetzen und wird weiterhin seine grundsätzliche Kritik an einer nicht-nachhaltigen Behandlung der Altlasten in der Kesslergrube einbringen.



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