Geplantes Biosphärengebiet Südschwarzwald

Haeg im Südschwarzwald
Haeg im Südschwarzwald

Biosphärengebiet Schwarzwald

Der BUND gratuliert zur Einrichtung des Biosphärengebietes Schwarzwald und hat die Einrichtung unterstützt. Dies dient einem nachhaltigen Landschafts, Natur- und Artenschutz im südlichen Schwarzwald.  Die Initiative für das Biosphärengebiet Südschwarzwald ist einerseits vom Regierungspräsidium Freiburg und andererseits von einem harten Kern aus den 21 beteiligten Gemeinden zwischen Münstertal, Oberes Wiesental und Hotzenwald gekommen. Das nun ausgewiesene Biosphärengebiet Südschwarzwald umfasst das Gebiet von. ca. 68.000 Hektar. Das Biosphärengebiet Südschwarzwald soll ein Modellgebiet für nachhaltiges Wirtschaften sein.

Der BUND Hochrhein hat dazu zum Auftakt des Biosphärengebiets Schwarzwald ein Erlebnisprogramm angeboten. Näheres finden Sie dazu unter "Erlebnisprogramm Biosphärengebiet"

 

Das BSG ist Gefäß für regionale Entwicklungen:

  • Das herausragende Merkmal der vorläufigen Gebietskulisse sind die Allmendweiden, im Besitz der Gemeinde befindliche, große zusammenhängende Weidfelder aus Magerweiden mit einem außergewöhnlich hohen Arten- und Strukturreichtum. Diese Allmendweiden kommen vor allem im Oberen Wiesental vor, im NSG Feldberg nur im östlichen Gebiet auf Gemarkung Menzenschwand, im zentralen und westlichen Gebiet sind es Flächen der Weidegenossenschaften oder Privatflächen. Der hohe Anteil an naturnahen Wäldern und die glazial überformte Landschaft sind ebenfalls wertgebend.
  • Eines der wichtigsten Ziele ist die Sicherung und der Ausbau der Erfolge des Naturschutzgroßprojektes Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental (vgl. http://www.nsgp.de/). Daher muss der Naturschutz entsprechendes Gewicht in der Ausrichtung, in den Gremien und bei den Fördermitteln des künftigen Biosphärengebiets (BSG) haben.
  • Ein weiteres wichtiges Ziel des BSG ist neben der Sicherung der Allmendweiden und Mähwiesen aus naturschutzfachlichen und kulturhistorischen Gründen auch die Vermehrung der Prozessschutzflächen im Wald: Wir brauchen nach der Nationalen Biodiversitätsstrategie und nach der Naturschutzstrategie des Landes eine deutliche Erhöhung an Prozessschutzflächen und damit an Bannwäldern (aktuell: 0,5 % der Landeswaldfläche; Waldschutzgebietskonzept der FVA: 1 % der Landeswaldfläche = Verdoppelung;  Ziel Nationale Biodiversitätsstrategie: 5 % der Waldfläche = Verzehnfachung). 3% Kernzone = 1.140 Hektar 

Für das neue Biosphärengebiet wird momentan die UNESCO-Anerkennung angestrebt. Dazu sind mindestens 3 % Kernzone (= Prozessschutzfläche, Bannwälder) nachzuweisen. Kernzonen sind – wie vom deutschen MAB-Komitee vorgeschrieben – unabhängig von der BSG-Verordnung als Naturschutzgebiete auszuweisen. Dieses Minimalziel von 3% Kernzone wird beim BSG Schwarzwald gerade so erreicht und wünschenswert ist, dass noch weitere Kernzonen bis zur endgültigen Ausweisung hinzukommen.

Wichtige Naturschutz- und Landschaftspflege-Themen für das BSG sind: Erhaltung und Bewirtschaftung der Allmendweiden, nachhaltige Höhenlandwirtschaft, Naturwaldforschung, energetische Verwertung von Landschaftspflegeaufwüchsen (insbesondere Adlerfarn), naturverträgliches Gesamtkonzept für erneuerbare Energien, Gemsen-Regulierung am Belchen, Akzeptanz für Großraubtiere.

BSG und Naturpark: Im BSG steht der Naturschutz in Ergänzung zu Tourismus und Regionalentwicklung stärker im Vordergrund als im Naturpark – allein schon wegen der Kern- und Pflegezonen. Die Verwaltung des Biosphärengebiets darf nicht unverbunden neben der des Naturparks stehen. Naturpark und Biosphärengebiet müssen sich sinnvoll ergänzen und dürfen weder unverbunden noch konkurrierend agieren. Das Biosphärengebiet muss finanziell gut ausgestattet sein und darf dem Naturpark keine Fördermittel wegnehmen.

Entwurf zum Biosphärengebiet Südschwarzwald des Regierungspräsidiums Freiburg.

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