Franz Brüstle
Albbrucker Straße 51, 79774 Albbruck-Schachen
Tel. 07753 / 54 56
Infos erhalten sie per Email bei: f.bruestle@t-online.de
Treffen der Ortsgruppe
Jeder letzte Donnerstag im Monat, 20 Uhr, Gasthaus Wir in Albbruck
Maßnahmen zum Erhalt und Förderung von Streuobstbäumen
Seit 1994 bezuschusst die BUND Gruppe Albbruck den Kauf von Obsthochstämmen mit je 10 € pro Baum oder übernimmt selbst Pflanzungen von Streuobstwiesen. Seit Beginn des Projektes wurden ca. 550 Bäume bezuschusst, allein dieses Jahr waren es 114 Obstbäume.
Ergänzend hierzu bieten die BUNDler seit Jahren (traditionell am Fasnachtsdienstag) einen Schnittkurs für Streuobstbäume an. Diese Aktion fand bisher in Zusammenarbeit mit Herrn Gassmann vom Landratsamt Waldshut und der Gemeinde Albbruck statt. In den zwölf durchgeführten Schnittkursen nahmen über 200 Interessierte teil.
Es besteht inzwischen Übereinstimmung, dass die Streuobstwiesen nicht nur eine optische Bereicherung unserer Landschaft darstellen und auch der Tourismus davon profitiert. Vor allem die ökologische Bedeutung ist besonders hervorzuheben. Die heimische Vogelwelt wird durch den Erhalt der Lebensräume unterstützt. In den letzten Jahren hat die BUND Gruppe deshalb über 900 Nisthilfen (darunter Brutröhren für Steinkäuze, Nistkästen für Schleiereulen, Turmfalken, Meisen, aber auch Fledermauskästen) gekauft. Die Nistkästen werden von den BUND-Mitgliedern jährlich kontrolliert und gereinigt.
Mit Interesse haben die BUNDler eine Veröffentlichung in der Zeitschrift der Pro Natura aus dem Kanton Schaffhausen/Schweiz verfolgt. Dort wurden gebrauchte 25-Liter Kunststoffkanister als Nisthilfen verwendet. Dies hilft vor allem Greifvögeln. Pro Natura stellte fest, dass sich die Anzahl der Turmfalkenbruten sich von durchschnittlich neun, in den Jahren 1990 bis 1992 auf jeweils 60 Bruten in den Jahren 2004 bis 2006 erhöht hat. Es zeigt sich, dass sich oft auch kostengünstige Lösungen finden lassen, die von der Natur dankbar angenommen werden. Diese gute und kostengünstige Idee haben die Aktiven dankbar von den Schweizern Umweltschützer aufgenommen und hoffen auf einen ähnlich großen Erfolg.
Neben dem Projekt „Streuobstwiesen“ betreuen die BUND Albbruck seit 20 Jahren einen Froschzaun in Unteralpfen. Dadurch konnten schon über 18 000 Frösche und Kröten gerettet werden. Der Bestand hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, was auch auf die über 100 vom BUND errichteten Biotope zurückzuführen sein dürfte. Im Frühjahr wurde das Vernetzungskonzept in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung durch einen neuen Teich und die Anlegung einer Hecke in Unteralpfen weiter verdichtet.
Ein jährlicher Arbeitsschwerpunkt ist die Pflege der Hecken und Teiche, hierbei insbesondere die Neophytenbekämpfung. Die konsequente Bekämpfung zeigt bereits deutliche Erfolge. Neben der Biotoparbeit wird auch jährlich eine Dorfputzede in Albbruck-Schachen organisiert und gleichartige Aktionen in den anderen Ortsteilen unterstützt.
Nicht zu vergessen ist natürlich die inzwischen weit über unsere Gemeindegrenzen hinaus bekannte, jährlich stattfindende Wildsträucherabgabe. Seit Beginn des Projekts im Jahre 1992 hat die BUND Ortsgruppe Albbruck über 28 000 Sträucher an interessierte Personen abgegeben, einige fanden dadurch den Weg zu einem naturnahen Garten, einige sogar den Weg zur aktiven BUND-Mitgliedschaft.