Kindergruppe Rippolingen/Harpolingen

Kinder und Eltern bei der Anlage eines Weidenpavillions.
Kinder und Eltern bei der Anlage eines Weidenpavillions. Foto: Franz Stortz

Die Kindergruppe „Naturungeheuer“ zwischen 7 und 12 Jahren trifft sich einmal im Monat. Neben dem Beobachten von heimischen Tieren, wie die  Krötenwanderung im Frühjahr, Fledermäuse im Sommer oder rund um die Lebenswelt der Schmetterlinge mit dem Experten Herrn Heim, waren auch Waldspiele ein Erlebnis. Denn nur wer die Natur kennen lernt, weiß was er verlieren kann. Deshalb, mit allen Sinnen die Natur über das Jahr erleben...

  • mit den Augen Schneespuren von Rehen, Fuchs, Wildschweinen, Eichhörnchen oder Hasen finden und herauslesen, welche Tiere hier vorbeikamen. Selbst Marderspuren entdeckte man am Waldrand.

  • in den Händen das erste Mal die Erdkröten oder Grasfrösche spüren und die neuen kleinen liebgewordenen Freunde beobachten

  • Sich beim Rippolinger Kulturnachmittag mit einem Stand der Öffentlichkeit vorstellen

  • Mit den Händen im Sommer Wasserrädern bauen und anschließenden in der Wasserströmung im Dorfbach testen. Da blieb kein Bein trocken!

  • den spannenden Geschichten vom Biologen Michael Peters beim Familienausflug auf dem 7-Moore-Weg zuhören.

  • den Förster im Wald besuchen

  • den selbst gepressten Apfelsaft im Herbst genießen

  • gemeinsam mit Bohrer und Säge Wohnmöglichkeiten für Wildbienen, Fledermäuse, Vögel und Igel bauen und aufstellen oder aufhängen.

Des weiteren hat die Kindergruppe unter dem Motto von Kindern für Kinder bei der Rippolinger Grundschule ein Weidentipi aufgebaut. Im nächsten Sommer können die Schüler unter der Blätterpracht der Kuppel wie in einem richtigen Zelt Indianer spielen.

Franz Stortz vom  BUND Bad Säckingen  spendete der Josef-Anton-Sickinger-Grundschule einen Wildbienenkasten. Über das wertvolle Anschauungsmaterial freuen sich Rektor Hermann Merath und Lehrerein Susanne Beutenmüller.
Franz Stortz vom BUND Bad Säckingen spendete der Josef-Anton-Sickinger-Grundschule einen Wildbienenkasten. Über das wertvolle Anschauungsmaterial freuen sich Rektor Hermann Merath und Lehrerein Susanne Beutenmüller.

Rippolingen (hwm) Mit der Josef-Anton-Schickinger-Grundschule in Rippolingen besteht schon seit Jahren eine enge Zusammenarbeit. Diese ist darin begründet, dass zahlreiche Grundschüler   in der  Kindergruppe  „Naturungeheuer“ des  BUND Bad Säckingen  aktiv sind.Im Rahmen dieser Kooperation spendete die BUND Ortsgruppe der Schule  einen Wildbienenkasten. Da die Brutgänge aus durchsichtigem Material sind und dieVorderwand herausnehmbar ist, bietet der Bienenkasten den Schulkindern die Möglichkeit auf anschauliche Weise die Entwicklung und die Lebensweise  der einzelnen  Bienenarten und Schlupfwespen “ live“  zu erleben.

Dabei lernen die Schüler neben den ökologischen Zusammenhängen auch die ökonomische Bedeutung der Insekten. Allein der wirtschaftliche Wert der natürlichen Bestäubung von Nahrungs- und Heilpflanzen wird jährlich weltweit auf rund 100 Milliarden Euro beziffert. Diese Aufgabe, die Blüten zu bestäuben können die  Wildbienen wie Bienen  zukünftig nicht mehr in vollem Umfang wahrnehmen.

Denn Bienenvölker sowie die rund 300 bei uns lebenden Wildbienenarten und der nicht staatenbildenden Wespenarten sind in ihrem Fortbestand gefährdet. Dazu läuft auch im Gloriatheater der Dokumentarfilm „More than Honey“. Diewichtigsten Ursachen für den Artenrückgang sind der Rückgang desNahrungsangebotes durch Ausräumung der Landschaften, der Einsatz von Pestiziden  im Maisanbau und der zunehmende Mangel an Nistmöglichkeiten in altenHolzzäumen, Scheuen, Sandböschungen oder Hohlräume in Mauerwerken.

Deshalb hatte die Kindergruppe „Naturungeheuer“ im vergangenen Jahr  über 20 Wildbienenhotels gebaut, welche die Kinder bei sich im Garten aufstellten.

 Zum weiteren Programmpunkten in diesem Jahr gehören Beobachten von Laichgewässern, mit dem Jäger auf Pirsch gehen, das Wasser und seine Kräfte, Waldspiele, beim Badmattenfest sich zu beteiligen und einen leckeren Apfelsaft pressen

 

Kontaktperson: Franz Stortz 07761/96260

 



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