Bad Säckingen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wird mit Berthold Frieß, dem BUND-Landesgeschäftsführer, sowie Inge Böttinger vom BUND Regionalverband Hochrhein am 25. Juni an den Gesprächen zum Runden Tisch teilnehmen.
„Wichtig, ist es für den Runden Tisch und seinem Erfolg, dass die Schluchseewerk AG bereit sind ihre Ausbaupläne nach Beendigung des Runden Tischs neu zu bewerten“, so Berthold Frieß vom BUND Landesverband. Offen sind für den Verband bisher noch wesentliche Fragen zum geplanten Pumpspeicherwerk Atdorf. In vielen Bereichen wurden von Seiten der Vorhabensträgerin und den beteiligten Behörden und Kommunen Fragen und Unklarheiten nur ungenügend beantwortet.
Der BUND hat schon früh seine Kritik eingebracht an der Größe des Projekts, an der fehlenden Variantenprüfung, sowie an der Belastung der Region durch den Bau der A98 sowie dem geplanten Pumpspeicherwerk. Wesentliche Punkte sind die Versiegelung von großen Flächen, die Eingriffe bedeuten in Gebiete, die durchs Flora-Fauna Habitat Recht geschützt sind, ebenso wie die Zerstörung von überregionalen Wildwanderwegen. Trotz fortgeschrittener Planungen und dem Raumordnungsverfahren sind diese Punkte immer noch unbeantwortet. Bedingung zum Runden Tisch war vom BUND, dass die Planfeststellung während des Runden Tischs nicht eingeleitet wird.
Der BUND fordert Transparenz und Klärung der Fragen zum Pumpspeicherwerk. „Mit den betroffenen Bürgern muss eine offene, ernsthafte Diskussion über die Planungen stattfinden, denn deren Natur- und Landschaftsraum wird zerstört oder massiv verändert“, verlangt Inge Böttinger vom BUND Hochrhein.
Bisher ist es der Schluchseewerk AG als Vorhabensträgerin nicht gelungen, die energiewirtschaftliche Notwendigkeit dieses Pumpspeicherwerks in dieser Größenordnung und am favorisierten Standort nachzuweisen. Ein Projekt mit derart großen Eingriffen in Natur und Landschaft muss in seiner Notwendigkeit und seiner Standortwahl fachlich fundiert und transparent begründet werden. Auch die vom BUND geforderte Alternativenprüfung wurde bisher nicht ausreichend durchgeführt.
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